Konzept

Konzept

Pastorale Konzeption
 

Wer wir sind:
Unser Leitbild ist ein lebendiges kath. Familienzentrum mit einladendem christlichen Charakter: Die vier katholischen Kindertagesstätten St. Martin, St. Pius, St. Paulus und die Caritas-Kindertagesstätte St. Maria Rosenkranzkönigin bilden gemeinsam das Katholische Familienzentrum Langenfeld-Nord. Aufgrund der zentralen Lage wird die Kindertagesstätte St. Martin zur Schwerpunkteinrichtung des Katholischen Familien- zentrums bestimmt.
Wir bieten für alle Familien aus dem Seelsorgebereich, aber auch für Familien mit Kindern verschiedenster Altersgruppen in unseren Stadtteilen die Möglichkeit, „gemeinsam Familie zu leben“.

Unser Angebot:
Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und den Kräften der verschiedenen Langenfelder Gemeinden, mit Ehrenamtlichen und anderen Kindertageseinrichtungen stellen wir dazu ein reichhaltiges Angebot bereit, das an den Wünschen und Bedürfnissen der Familien in unserem Stadtteil in ihren verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen orientiert ist. Wir bündeln die Leistungen der Betreuung, Bildung, Beratung, sowie Angebote der Seelsorge vor Ort, um gemeinsam ein familienbezogenes Angebot zu realisieren. Regelmäßige Bedarfserhebungen sollen uns dabei helfen, unsere Kräfte und Ressourcen auf die richtigen Angebote hin zu konzentrieren.

Unser Engagement:
Der Grund unseres Engagements liegt im Auftrag, die lebensbejahende Botschaft Jesu Christi Kindern und Familien nahe zubringen und zu helfen, dass sie diese erfahren können. Dabei entspricht es unserer Überzeugung – sowie der pastoralen Schwerpunktsetzung in unserem Seelsorgebereich, dass gerade Kinder und Familien ein Anrecht haben auf besondere Anerkennung, Unterstützung sowie auf Raum zur Erfahrung von Gemeinschaft und Begegnung. Die Einrichtungen unseres Katholischen Familienzentrums leisten einen wichtigen Beitrag, Müttern und Vätern in der religiösen Erziehung ihrer Kinder Kompetenz und Sicherheit zu vermitteln. Hier ist unser Engagement anstoßend, begleitend und unterstützend gemeint.

Unser Ziel:
Unser gemeinsames Ziel als kath. Familienzentrum ist es, ein Ort der Begegnung zu sein, in dem Familien sich mit ihren Ideen, ihrem Potenzial, ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualifikationen, sowie mit ihren Kontakten zu anderen Familien einbringen können. Wir wollen Kinder individuell fördern und Eltern in ihren Erziehungskompetenzen stärken. Die Begegnung mit Familien aus unterschiedlichen Lebenslagen ist uns wichtig; dafür ist eine positive, einladende und wertschätzende Atmosphäre in unserem Familienzentrum die Voraussetzung.

Unser christliches Weltbild:
Als kath. Familienzentrum orientieren wir uns an einem christlichen Weltbild. Wir legen großen Wert auf einen wertschätzend achtsamen Umgang mit der Würde jedes Menschen, einer wichtigen Grundlage, auf der das Vertrauen ins Leben wachsen kann. Mit derselben Achtung wollen wir der Schöpfung Gottes, aber auch den Lebenszusammenhängen begegnen, in denen Familien und Alleinerziehende sich bemühen, ihren Kindern WegbegleiterInnen ins Leben zu sein.
In unserem professionellen Handeln ist es uns daher wichtig, für pädagogische Werte zu stehen, die aus unserer christlichen Kultur erwachsen sind und welche die Individualität des Menschen optimal unterstützen. Wichtig ist uns der familienpastorale Dialog, der generationsübergreifend das Leben der Pfarrgemeinden mit den Kindertagestätten fördert und so zur Gestaltung einer sinnentdeckenden Familienseelsorge im Seelsorgebereich beitragen soll.

Umsetzung und Konkretisierungen:
In jeder der vier Einrichtungen des Katholischen Familienzentrums begegnen Kinder und Familien glaubwürdigen Menschen, die versuchen, Zeuginnen und Zeugen des christlichen Glaubens im Sprechen und im Tun zu sein. An ihnen und mit ihnen werden Familien Erfahrungen mit der Guten Botschaft von der Liebe Gottes machen. Im direkten Kontakt mit den Erzieherinnen, aber auch den Seelsorgerinnen und Seelsorgern entstehen so Annäherungen und Einführungen in den Glauben. In besonderem Maße wollen wir Familien unterstützen, denen an einer religiösen Erziehung gelegen ist. In unserem Katholischen Familienzentrum geschieht die Vermittlung von Glaubensinhalten häufig angelehnt an die Vorbereitung und Feier christlicher Feste.
In den verschiedenen Einrichtungen werden den dort betreuten Kindern und deren Familien katechetische und liturgische Angebote gemacht. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Seelsorgern und den anderen kirchlichen MitarbeiterInnen in den Pfarrkirchen oder den Räumen der jeweiligen Pfarrgemeinden:

monatliche Kleinkindergottesdienste, die ehrenamtlich von Eltern der Kindertagesstätten vorbereitet und gestaltet werden. Durch Plakate wird in allen Einrichtungen und den kirchlichen Aushängen zum Kindergottesdienst eingeladen;
Gestaltung gemeinsamer Familiengottesdienst im Kirchenjahr;
zu Gottesdiensten an besonderen Anlässen im Kirchenjahr werden die Familien mit eingeladen, so im Advent und am Hl. Abend, zum Palmsonntag, zu Ostern, zu Fronleichnam, beim Tag des Ewigen Gebets, Erntedank und St. Martin …;
die großen Feste werden mit Gottesdiensten gefeiert, zu denen die Familien in die Kindertageseinrichtungen oder in die Kirchen eingeladen werden;
die Kindertagesstätten sind aktiv bei der Gestaltung der Pfarrfeste eingebunden;
in den jeweiligen Organen der gemeindlichen Öffentlichkeitsarbeit (gemeinsames Wochenblatt „AKTUELL“, Pfarrbriefe, Internetauftritte) sind die Kindertagesstätten mit regelmäßigen Beiträgen und Hinweisen auf Veranstaltungen gut vertreten.
Im Wochenalltag der Kindertageseinrichtungen kommen die Kinder regelmäßig zu religiösen Angeboten zu Themen des Jahreskreises zusammen, um gemeinsam biblische Geschichten zu hören, zu beten und zu singen. Ausdrücklich religiöse Zeichen und Vollzüge, wie die Jesus-Kerze, das Kreuz und das gemeinsame Gebet vor dem Mittagessen geben den Bemühungen um ein Wachsen des „inneren Menschen“ einen sinnlich erlebbaren Rahmen. Formen des Miteinanders, die sich an Versöhnen, Helfen, Teilen und Wertschätzen orientieren, sind für alle Akteure in der Kindertagesstätte zugleich Übungsfeld eines „Zeugnis ohne Worte“ und Frucht dieses erzieherischen Tuns.

Weil (auch die religiöse) Erziehung in erster Linie Vorrecht und Aufgabe der Väter und Mütter ist und bleiben soll, werden im Familienzentrum regelmäßig Angebote für Eltern und Großeltern gemacht, die diese in ihren Kompetenzen stärken und unterstützen sollen. Elterngespräche zu Themen wie „Schöpfung“, „Tod und Trauer“, „Kinder fragen nach dem Glauben“ sind ebenso wie ein Bibelcafé / Bibelstündchen gern genutzte Einrichtungen der Elternbildung.

Zur Stärkung und Erweiterung der erforderlichen Kompetenzen nehmen Erzieher/-innen aus allen Einrichtungen an der Religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft teil. Die dort erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen werden den Kollegen/-innen und Familien in den Einrichtungen im Katholischen Familienzentrum zur Verfügung gestellt.


Ziele:
Durch die Besonderheit, im Seelsorgebereich zwei Katholische Familienzentren zu haben, hat sich die Zusammenarbeit im familienpastoralen Feld erweitert. Familien-Wochenenden/ Familien-Aktionstage finden regelmäßig statt. So können sich kirchlich orientierte und interessierte Eltern aus den acht Gemeinden im Stadtgebiet finden, vernetzen und ihre Begabungen, aber auch ihre Erwartungen besser in das Leben der Gemeinden und des Seelsorgebereichs einbringen.
Es wird eine wichtige Aufgabe des gewählten Pfarrgemeinderats aller acht Langenfelder Pfarrgemeinden werden, eine Konzeption der Familienpastoral für das Stadtgebiet zu entwickeln, das mehr ist als eine Addition der vorhandenen familienpastoralen Konzepte. Dazu sollen die Erfahrungen der Kindertagesstätten, der Erzieher/-innen, sowie der Pastoralen Dienste eingebracht werden.


Die pastorale Konzeption unserer Kirchengemeinde St. Josef und Martin wird zur Zeit überarbeitet. Einzelne gesetzte Schwerpunkte in den Bereichen von Liturgie, Katechese und diakonischem Handeln sollen gleichzeitig als durchgehender Schwerpunkt der "Familienpatoral" verstanden werden. Dazu ist eine noch stärkere Milieu-Orientierung im Katholischen Familienzentrum auszubauen. Damit dies gelingen kann, sind weitere Fortbildungen für das Pastoralteam, die Erzieher/-innen und die ehrenamtlich Engagierten nötig. Das Ziel ist eine Profilierung der Einrichtungen im ganzen Stadtteil Langenfeld, bei gleichzeitigem Zusammenspiel des Katholischen Familienzentrums als Ort pastoralen Handelns mit den Menschen der Stadt.