Die Heilige Ursula

Facts zur Hl. Ursula

  • Lebte der Legende nach im 4. Jahrhundert nach Christus als bretonische Königstochter
  • Ursula will den heidnischen König von England nur heiraten, wenn er getauft wird und sie mit elf Gefährtinnen und 11.000 Jungfrauen eine Wallfahrt nach Rom machen kann
  • Auf der Rückreise von Rom werden die Wallfahrerinnen in Köln von den Hunnen niedergemetzelt
  • Weder die Existenz der Heiligen Ursula als auch die Zahl der Jungfrauen ist geschichtlich belegt
  • Köln nutzte die Legende jedoch geschäftstüchtig im Reliquienhandel
  • Gedenktag: 21. Oktober
  • Darstellung oft mit Pfeil und Schiff oder auch mit einem Schutzmantel über den Jungfrauen

Die Heilige Ursula lebte der Legende nach im 4. Jahrhundert nach Christus als bretonische Königstochter und wird oft mit Pfeil und Schiff oder auch mit einem Schutzmantel über den Jungfrauen dargestellt. Ihre Existenz ist allerdings nicht historisch belegt.

4. Juli 2019
Bilderzyklus im Wallraf-Richartz-Museum Köln

Leben

Tatsächlich ist das Leben der heiligen Ursula in keiner zeitgenössischen Quelle bezeugt. Die Zahl der 11.000 Jungfrauen soll sogar auf einen Rechenfehler zurückgehen.

Heiligsprechung

Es gab keine Heiligsprechung, da es die eine Person Ursula wohl nicht gab. Aufgrund ihrer Heiligengeschichte reiht sie sich in die Schar der Heiligen ein, die nur aufgrund der allgemeinen Verehrung als heilig gelten.

Legende

Wappen der Stadt Köln aus dem Kölner Rathaus

Ursula soll zwischen 300 und 400 nach Christus als christliche Königstochter gelebt haben. Sie verschrieb sich der ewigen Jungfräulichkeit, wurde vom Vater jedoch mit dem heidnischen König Aetherius von England verlobt. Sie willigte unter Bedingungen ein. Innerhalb von drei Jahren sollte Aetherius christlich unterrichtet und getauft werden. Sie selbst wollte mit zehn Gefährtinnen und 11.000 Jungfrauen nach Rom wallfahren. Die Reise führte sie über die Nordsee und den Rhein durch Köln und Basel und von dort zu Fuß nach Rom. In Köln erschien ihr im Traum ein Engel, der das kommende Martyrium voraussagte. Auf der Rückreise von Rom wurden die Wallfahrer in Köln von den Hunnen überfallen. Der Hunnenkönig begehrte Ursula, weil sie sich verweigerte wurde sie mit einem Pfeil erschossen.

Historisch belegt

In Köln gab es schon früh Märtyrerjungfrauen, die eine Kirche an der Stelle der heutigen St. Ursula Kirche errichtet hatten. Diese war außerhalb der Stadtmauern. Bei Erweiterung der Stadt fand man ein großes Gräberfeld. Vermutlich starben diese Märtyrerinnen aufgrund ihres Glaubens. Der Tod einer unschuldigen Jungfrau Ursula im Alter von acht Jahren, zwei Monaten und vier Tagen ist auf einer Steintafel, der Clematius Inschrift dokumentiert.

Reliquien hinter dem Altar in der Basilika St. Ursula in Köln

Patronate

  • Patronin der Universitäten und Schulen, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Jugend
  • Patronin für eine Heirat und glückliche Ehe sowie bei Kinderkrankheiten
  • Patronin der Städte Köln und Offenburg
Stein aus der Basilika St. Ursula in Köln

Anna und die Hl. Ursula

Bereits im Jahr 1639 gründeten die Schwestern des Ursulinenordens eine Schule in Köln.  Seit 1971 gibt es neben dem Ursulinengymnasium auch die erzbischöfliche Ursulinenrealschule. 1988 wechselte die Trägerschaft ans Erzbistum Köln.

Leitthemen sind die Wahrung der Tradition bei gleichzeitiger Abwägung der Zeiterfordernisse. Offenheit, Wertschätzung, Beistand, Aufgeschlossenheit sowie Führung mit sanfter Hand gehören auch zum Leitbild.

Anna-Sophie Müller (12) aus Hürth besucht die Ursulinenrealschule in der Machabäerstraße in Köln und erzählt von ihren Erfahrungen:

Erstmal kannte ich die Schule nicht. Meine Freundinnen sind alle auf andere Schulen gegangen und dass ich da alleine hingehen sollte war erst nicht so schön.

Wir sind dann auf zwei Infotage zur Ursulinenrealschule gegangen. Ich bin neuen Menschen gegenüber sehr schüchtern aber da war es eben so, als wäre ich zu einer Freundin gegangen, so als würde ich die Leute schon kennen, die waren alle mega nett.

An diesen Kennenlerntagen haben die älteren Schülerinnen mit uns in der Küche Weckmänner gebacken. Die ganze Schule roch danach.

Jetzt, wo ich schon zwei Jahre da bin gefällt mir, dass es so geordnet ist. Die Schüler schreien nicht so durcheinander und es prügelt sich keiner – vielleicht ein paar, aber nicht alle, bei den anderen Schulen war das schon ein bisschen anders.

Es ist auch so, dass die älteren Schüler die Jüngeren nicht rumschupsen oder so, sie nehmen sie eher in Schutz und kümmern sich um sie.

Mir gefällt es an der Ursulinenschule.